Wenn Sie als Zustimmung Eigentümer, die formelle Genehmigung eines Eigentümers für gemeinschaftliche Baumaßnahmen im Wohngebäude brauchen, geht es nicht um Bürokratie – es geht um Ihr Geld, Ihre Sicherheit und Ihre Rechte. In Mehrfamilienhäusern, Reihenhäusern oder Wohnanlagen mit WEG ist keine Sanierung ohne Zustimmung möglich. Das gilt fürs Dach, die Fassade, die Heizung – sogar für neue Innentüren, wenn sie den gemeinsamen Bereich betreffen. Wer das ignoriert, riskiert nicht nur teure Rückbauten, sondern auch rechtliche Konsequenzen.
Die WEG, Wohnungseigentümergemeinschaft, die gemeinsam über das Gebäude entscheidet trifft ihre Beschlüsse in der Eigentümerversammlung. Hier geht es nicht um Mehrheit, sondern um die richtige Mehrheit: Für kosmetische Arbeiten wie Streichen reicht die einfache Mehrheit. Für strukturelle Änderungen – wie Dachsanierung oder Wärmedämmung – brauchen Sie die Kostenteilung, die Aufteilung der Sanierungskosten nach Wohnungsgröße oder Nutzungsanteil und oft sogar die Einwilligung aller Beteiligten. In Reihenhäusern, wo die Wand mit dem Nachbarn gemeinsam ist, ist Ihre Zustimmung nicht nur wichtig – sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Nachbarrecht, das Recht, das die Beziehungen zwischen benachbarten Grundstücken und Gebäuden regelt schützt Sie davor, dass jemand ohne Ihre Zustimmung eine neue Fensteröffnung bohrt oder eine Außenwand dämmt, die Ihre Heizkosten beeinflusst.
Es gibt keine pauschale Antwort auf die Frage: „Muss ich zustimmen?“ – aber es gibt klare Regeln. Ein neuer Hänge-WC im Bad? Das bleibt Ihr Privatbereich. Eine neue Dachrinne? Das ist Gemeinschaftseigentum. Und wenn Sie als Eigentümer eine Förderung beantragen wollen – wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude – dann brauchen Sie die Zustimmung aller, die an der Immobilie beteiligt sind. Denn Fördergelder fließen nur, wenn alle rechtlich im Boot sind. Viele Hausbesitzer verlieren Tausende Euro, weil sie einfach annehmen, dass „es ja nur ein kleiner Umbau ist“. Doch in der Praxis zählt nicht die Größe der Maßnahme – sondern ob sie das Gemeinschaftseigentum berührt.
Was Sie in den Artikeln hier finden, sind keine Theorieblätter. Es sind konkrete Fälle: Wie eine Dachsanierung im Reihenhaus funktioniert, warum eine Dichtheitsprüfung der Abwasserleitungen die Zustimmung aller erfordert, wie man bei einer Heizungsmodernisierung die Kostenteilung fair regelt und warum ein fehlendes Einverständnis den gesamten Sanierungsplan zum Stillstand bringt. Hier geht es nicht um juristische Komplexität – sondern um klare, praktische Regeln, die Ihnen helfen, Fehler zu vermeiden, Kosten zu sparen und Ihre Rechte durchzusetzen.