E-Check für alte Elektroanlagen im Wohnhaus: So sichern Sie Ihre Wohnung vor Brandgefahr

E-Check für alte Elektroanlagen im Wohnhaus: So sichern Sie Ihre Wohnung vor Brandgefahr

Angela Shanks 29 Nov 2025

Stellen Sie sich vor: Es ist mitten in der Nacht, Sie hören ein leises Knacken aus der Steckdose - und dann: Rauch. In Deutschland passieren jedes Jahr über 20.000 Wohnungsbrände. Mehr als 60% davon gehen auf defekte Elektroinstallationen zurück. Und die meisten davon in Häusern, die vor 1990 gebaut wurden. Sie denken, das passiert anderen? Vielleicht. Aber nur, weil sie noch nie einen E-Check gemacht haben.

Was ist ein E-Check wirklich?

Der E-Check ist keine freiwillige Extra-Leistung. Es ist eine normgerechte, technische Prüfung Ihrer gesamten Elektroanlage - nach den VDE-Vorschriften. Keine Sichtprüfung. Kein schneller Blick unter den Kabeln. Sondern Messungen. Mit speziellen Geräten. An Steckdosen, Lichtschaltern, der Verteilerdose, der Erdung. Alles. Der Prüfer prüft, ob der FI-Schutzschalter noch funktioniert, ob die Kabel isoliert sind, ob die Erdung korrekt angeschlossen ist. Und er dokumentiert alles. Im Protokoll. Mit Zahlen. Mit Datum. Mit Unterschrift.

Diese Prüfung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben für private Haushalte. Aber das ist genau der Punkt: Wer sagt, dass etwas nicht verpflichtend ist, meint oft: „Es ist nicht nötig.“ Das ist falsch. In Wahrheit heißt es: „Es ist so wichtig, dass es fast jeder macht, der vernünftig ist.“

Warum gerade bei alten Anlagen?

In Deutschland ist fast jedes vierte Haus älter als 40 Jahre. Und viele davon haben noch Elektroinstallationen aus den 70ern oder 80ern. Damals gab es keine FI-Schutzschalter in jeder Steckdose. Kein Überspannungsschutz. Keine moderne Erdung. Die Kabel waren oft aus Aluminium oder hatten nur eine dünne Isolierung. Die Sicherheitsstandards damals waren niedriger - und das ist heute ein Risiko.

Studien zeigen: Bei E-Checks in Gebäuden, die älter als 30 Jahre sind, werden in 78,5% der Fälle Mängel gefunden. Die häufigsten? Fehlende oder defekte FI-Schutzschalter (63,2%), veraltete Leitungsschutzschalter (51,7%), und kaputte oder fehlende Erdungsleitungen (44,3%). Das sind keine Kleinigkeiten. Das sind Brandursachen. Ein FI-Schutzschalter rettet Leben. Er schaltet innerhalb von Millisekunden ab, wenn ein Fehlerstrom fließt - etwa wenn jemand eine defekte Waschmaschine berührt. Ohne ihn? Elektrischer Schlag. Oder ein Brand.

Was passiert genau beim E-Check?

Es ist kein Zauberspektakel. Es ist Systematik.

  1. Besichtigung: Der Elektriker schaut sich alle Steckdosen, Lichtschalter, die Verteilerkasten und die Leitungen an. Er sucht nach sichtbaren Schäden: Risse, Verbrennungen, überlastete Kabel.
  2. Messung: Mit speziellen Geräten misst er den Isolationswiderstand - also, ob die Kabel noch richtig isoliert sind. Er prüft die Schleifenimpedanz - das ist die Widerstandskraft des Stromkreises. Und er testet den FI-Schutzschalter mit einem Messgerät, das einen künstlichen Fehlerstrom erzeugt. Nur so weiß er, ob er wirklich funktioniert.
  3. Test der Schutzfunktionen: Er drückt die Testtaste am FI-Schalter - das macht jeder. Aber er macht es mit Messgerät und Protokoll. Und er prüft, ob Rauchmelder installiert sind. Nicht nur, ob sie da sind. Ob sie funktionieren. Ob sie an der richtigen Stelle hängen.
  4. Dokumentation: Am Ende bekommt der Hausbesitzer ein Prüfprotokoll. Mit allen Messwerten. Mit den gefundenen Mängeln. Mit der Empfehlung: „Sofort reparieren“ oder „Innerhalb von 12 Monaten prüfen“. Dieses Papier ist Ihr Beweis. Für die Versicherung. Für den Mieter. Für sich selbst.

Der ganze Prozess dauert bei einer kleinen Wohnung 1 bis 2 Stunden. Die Stromversorgung wird kurzzeitig abgeschaltet. Das bedeutet: Waschmaschine, Kühlschrank, Ladegeräte - alles bleibt aus. Aber nur für Minuten. Danach ist alles sicherer.

Fachmann misst mit Messgerät den Isolationswiderstand in einem alten Verteilerkasten.

Was bringt Ihnen der E-Check?

Nicht nur Sicherheit. Sondern auch Ruhe.

Wenn Sie vermieten, ist der E-Check Ihr Schutz. Der Bundesgerichtshof hat 2022 entschieden: Ein Vermieter haftet, wenn ein Brand durch eine nicht geprüfte Elektroanlage ausbricht. Ohne E-Check-Protokoll? Sie sind schuld. Punkt. 72% der großen Wohnungsbaugesellschaften in Deutschland machen deshalb regelmäßig E-Checks - nicht aus Freundlichkeit. Aus Rechtssicherheit.

Wenn Sie selbst wohnen? Dann ist es Ihr Schutz vor Verlust. Ein Brand in der Wohnung kostet im Durchschnitt mehr als 50.000 Euro. Und das ist nur der direkte Schaden. Dazu kommen Mietverluste, Umzugskosten, Ersatz von Möbeln, Fotos, Erbstücken. Versicherungen zahlen - aber nur, wenn Sie nachweisen können, dass Sie die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen haben. Ein E-Check-Protokoll ist Ihr Beweis.

Kosten und Vergleich: Ist der E-Check teuer?

Ein E-Check kostet zwischen 150 und 400 Euro - je nach Größe der Wohnung, Alter der Anlage und Region. In Lübeck, Hamburg oder Berlin liegt der Preis meist bei 250 bis 300 Euro. Klingt viel? Vergleichen Sie es mit dem, was Sie verlieren könnten.

Einige Nutzer auf Reddit sagen: „289 Euro für drei Kleinigkeiten? Überbewertet.“ Aber die meisten, die einen E-Check gemacht haben, sagen: „Das war die beste Investition seit Jahren.“ Warum? Weil sie einen fehlenden FI-Schutzschalter gefunden haben. Oder eine Kabelverlegung, die unter dem Estrich durch eine feuchte Wand führte. Oder eine Steckdose, die bei Belastung heiß wurde. Solche Dinge sehen Sie nicht. Und wenn sie schlimm werden? Dann ist es zu spät.

Der E-Check ist nicht billig. Aber er ist günstiger als ein Brand. Und günstiger als eine Rechtsstreitigkeit. Und günstiger als ein verlorener Schlaf.

Was kommt nach dem E-Check?

Wenn Mängel gefunden werden, bekommen Sie eine Liste. Mit Prioritäten. „Kritisch“, „Bald notwendig“, „Empfohlen“.

Ein fehlender FI-Schutzschalter? Das ist kritisch. Der Elektriker kann ihn sofort einbauen - oft noch am selben Tag. Eine veraltete Verteilerdose? Das ist „bald notwendig“. Dann planen Sie eine kleine Sanierung. Eine defekte Erdung? Das ist oft ein Zeichen für eine tiefer liegende Problematik - vielleicht müssen mehrere Leitungen erneuert werden. Der E-Check sagt Ihnen nicht, dass Sie Ihr ganzes Haus umbauen müssen. Er sagt: „Hier ist ein Risiko. Hier können Sie handeln.“

Einige Elektriker bieten sogar einen Service an: Sie prüfen, reparieren und dokumentieren alles in einem Termin. Sie rufen an, sagen: „Wir haben den FI-Schalter eingebaut, die Erdung geprüft, die Messwerte aktualisiert.“ Und Sie bekommen ein neues Protokoll. Mit dem Stempel: „Sicher.“

Hausbesitzer hält E-Check-Protokoll vor einem modernisierten Sicherungskasten, Familie schläft friedlich im Hintergrund.

Was ist der Unterschied zum „normalen“ Elektrikerbesuch?

Ein Elektriker, der eine Steckdose repariert, macht eine Reparatur. Ein E-Check-Prüfer macht eine Diagnose. Er sieht das ganze System. Er prüft, ob alles zusammenpasst. Ob die Sicherheit stimmt. Ob die Installation den heutigen Standards entspricht - auch wenn sie vor 30 Jahren legal war.

Ein Sichtcheck sagt: „Die Steckdose ist kaputt.“ Ein E-Check sagt: „Die Steckdose ist kaputt, weil die Leitung seit 1985 nicht mehr geprüft wurde, die Erdung nicht angeschlossen ist, und der FI-Schutzschalter nicht in der Verteilerdose sitzt.“

Das ist der Unterschied. Der eine sieht ein Symptom. Der andere findet die Krankheit.

Was ändert sich 2024 und danach?

Die DGUV plant für 2024 eine Überarbeitung der Vorschrift 3. Es wird klargestellt, wie oft Mietwohnungen geprüft werden müssen - vermutlich alle 5 Jahre. Und die Digitalisierung schreitet voran. Einige Anbieter nutzen jetzt Apps, um die Messwerte direkt in die Cloud zu laden. Sie bekommen das Protokoll per E-Mail. Mit QR-Code. Mit Videos von den Messpunkten. Das macht es transparenter. Und einfacher, es später vorzulegen.

Die Zahl der älteren Wohngebäude wächst. Bis 2030 wird fast jedes zweite Haus in Deutschland älter als 40 Jahre sein. Das bedeutet: E-Checks werden nicht weniger, sondern mehr. Sie werden zum Standard. Wie die Heizungsprüfung. Wie der Rauchmelder. Nur dass Sie ihn selbst organisieren müssen.

Was tun Sie jetzt?

1. Prüfen Sie, wie alt Ihre Elektroanlage ist. Wenn Ihr Haus vor 1990 gebaut wurde - machen Sie einen E-Check. Punkt.

2. Suchen Sie einen zertifizierten Elektriker. Achten Sie auf die Angabe „DGUV Vorschrift 3“ oder „fachkundige Person nach VDE“. Frag nicht nach dem Preis. Frag nach der Zertifizierung. Ein billiger Elektriker kann teuer werden.

3. Stellen Sie alle Geräte zugänglich. Räumen Sie den Kellerraum, den Schrank unter der Waschmaschine, die Verteilerdose frei. Je besser der Zugang, desto schneller die Prüfung.

4. Bewahren Sie das Protokoll auf. Legen Sie es in Ihre Wichtigsten-Papiere-Mappe. Mit der Versicherungsnummer. Mit den Kontaktdaten des Elektrikers. Für den Fall, dass es jemals nötig ist.

Ein E-Check ist keine Ausgabe. Es ist eine Absicherung. Für Ihr Zuhause. Für Ihre Familie. Für Ihre Zukunft. Und es kostet weniger als eine neue Waschmaschine. Aber es rettet mehr als nur ein Gerät.

Ist ein E-Check gesetzlich Pflicht für Privatleute?

Nein, für private Haushalte ist der E-Check keine gesetzliche Pflicht. Aber er ist die einzige anerkannte Methode, um die Verkehrssicherungspflicht nach dem BGB zu erfüllen - besonders wenn Sie vermieten. Versicherungen verlangen ihn oft im Schadensfall. Und die meisten Experten halten ihn für unverzichtbar bei Gebäuden älter als 25 Jahre.

Wie oft sollte ein E-Check durchgeführt werden?

Für private Wohnungen wird alle 5 bis 10 Jahre empfohlen. Bei Mietwohnungen und älteren Anlagen (über 30 Jahre) ist alle 5 Jahre sinnvoll. Einige Versicherungen verlangen sogar jährliche Prüfungen für Immobilien mit hohem Risiko. Der E-Check ist kein Einmal-Event - er ist Teil der regelmäßigen Hauspflege, wie der Heizungswartung.

Was passiert, wenn ich den E-Check ignorieren?

Sie erhöhen das Risiko eines elektrischen Brandes. Wenn ein Brand passiert, kann Ihre Versicherung die Leistung verweigern, wenn kein Nachweis über regelmäßige Prüfungen vorliegt. Als Vermieter haften Sie persönlich - laut BGH-Urteil - für Schäden, die durch nicht geprüfte Installationen entstehen. Und das kann bis zu 100.000 Euro oder mehr kosten.

Kann ich den E-Check selbst machen?

Nein. Der E-Check darf nur von einer fachkundigen Person durchgeführt werden, die nach DGUV Vorschrift 3 zertifiziert ist. Das bedeutet: Sie brauchen spezielle Messgeräte, Kenntnisse der VDE-Normen und eine offizielle Prüfzulassung. Selbst wenn Sie elektrisch begabt sind: Nur ein zertifizierter Elektriker kann das Protokoll ausstellen, das Versicherungen und Behörden anerkennen.

Woran erkenne ich einen seriösen E-Check-Anbieter?

Suchen Sie nach der Angabe „fachkundige Person gemäß DGUV Vorschrift 3“ oder „VDE-geprüft“. Fragen Sie nach der Zertifizierungsnummer. Ein seriöser Anbieter gibt Ihnen ein detailliertes Prüfprotokoll mit Messwerten, Datum, Unterschrift und Stempel. Er erklärt Ihnen die Ergebnisse - nicht nur, was kaputt ist, sondern warum es wichtig ist. Und er bietet keine unnötigen Sanierungen an. Die besten Anbieter haben Bewertungen mit konkreten Erfahrungen - nicht nur „super“ oder „gut“.

18 Kommentare

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    NURUS MUFIDAH

    November 30, 2025 AT 11:35

    Ich hab vor zwei Jahren meinen E-Check machen lassen – und tatsächlich: der FI-Schalter war tot. Kein Alarm, kein Knacken, einfach nur tot. Der Elektriker hat’s sofort ausgetauscht, und jetzt schlafe ich ruhiger. Das Protokoll liegt in meiner Wichtigsten-Papiere-Mappe. Keine Ahnung, warum das nicht Standard ist. VDE-Vorschrift 3 ist kein Luxus, das ist technische Grundversorgung.

    Und ja, die Kosten? Ja, 280€ ist teuer – aber weniger als eine neue Couch, die im Feuer verschwindet. 😅

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    Jakob Sprenger

    Dezember 2, 2025 AT 04:36

    Haha, natürlich. Der E-Check. Die neue Religion der Angstverkäufer. Wer hat euch das eingetrichtert? Die Elektriker-Industrie? Die Versicherungen? Die Bundesregierung? 😏

    Ich hab mein Haus aus den 70ern – und seit 30 Jahren kein Problem. Kein Brand, kein Schlag, kein Feuer. Aber jetzt soll ich 300€ ausgeben, damit ein Typ mit Messgerät rumkriecht und mir sagt, was ich schon weiß? Nein danke. Ich vertraue meinem Bauchgefühl. Und dem, dass Deutschland zu viel regelt.

    PS: Wer denkt, ein FI-Schalter rettet Leben – hat noch nie einen echten Brand gesehen. Das ist kein Stromproblem, das ist ein Wohnungsproblem. Und die Lösung? Nicht der E-Check. Sondern ein Rauchmelder – und einen guten Versicherungsvertrag. 😇

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    Michael Hufelschulte

    Dezember 4, 2025 AT 04:03

    Es ist nicht nur die technische Prüfung, es ist die epistemologische Grundlage der Sicherheitsinfrastruktur. Der E-Check institutionalisiert das Wissen über die Verkehrssicherungspflicht gemäß §823 BGB – und macht es objektiv messbar. Was vorher subjektiv war – „ich glaube, das ist sicher“ – wird durch VDE-Normen und quantifizierbare Isolationswiderstände legitimiert.

    Die Kritik an der Kostenstruktur ist nicht nur ökonomisch, sondern auch hermeneutisch verfehlt. Ein E-Check ist kein Konsumgut, es ist ein epistemischer Akt der Risikominimierung. Wer ihn ablehnt, lehnt die Rationalisierung der Sicherheit ab. Und das ist gefährlich. Nicht nur für sich selbst.

    Und nein: Die 78,5% Mängelquote ist keine Überreaktion. Das ist die Realität der Nachkriegsinfrastruktur. Und sie ist dokumentiert. Nicht erfunden.

    Wer das ignoriert, handelt nicht aus Überzeugung – sondern aus Ignoranz.

    Und bitte: Kein „E-Check“ als Substantiv ohne Bindestrich. Es ist E-Check. Nicht Echeck. Nicht E Check. VDE-Normen sind präzise. Wir sollten es auch sein.

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    Wolfram Schmied

    Dezember 4, 2025 AT 08:26

    Ich hab den E-Check gemacht, weil meine Mutter nach einem Kurzschluss in der Küche drei Wochen im Krankenhaus lag. Nicht weil ich Angst hatte. Sondern weil ich gesehen hab, wie schnell das passieren kann.

    Der Elektriker hat nicht nur den FI-Schalter gewechselt. Er hat mir erklärt, warum die Leitung unter dem Badewannenrand kaputt war. Weil jemand damals das Kabel einfach durch die Wand gesteckt hat – ohne Schutzrohr. Kein Wunder, dass es nach 40 Jahren durchgebrannt ist.

    Ich hab nicht 300€ ausgegeben. Ich hab 300€ investiert – in meine Familie. Und in meinen Schlaf. Und in die Ruhe, dass ich nicht jeden Tag denke: „Was, wenn jetzt wieder ein Kabel brennt?“

    Wenn ihr das nicht verstehen könnt – dann tut es für die, die es verstehen. Und seid einfach still.

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    Elmar Idao

    Dezember 5, 2025 AT 10:28

    Ein E-Check ist keine Option – er ist eine Pflicht, die sich aus der Verkehrssicherungspflicht ergibt. Wer das als „freiwillig“ abtut, verkennt die juristische Realität.

    Die DGUV-Vorschrift 3 ist kein Empfehlungsschreiben. Sie ist eine technische Norm, die als Mindeststandard gilt – und im Schadensfall als Beweis für Sorgfalt dient.

    Wenn Sie als Vermieter keinen E-Check vorlegen können, ist das kein „kleiner Fehler“. Das ist ein Nachweis von Fahrlässigkeit. Und das kann Sie persönlich ruinieren.

    Und nein: Die Kosten sind nicht „teuer“. Sie sind proportional zum Risiko. Ein Brand kostet 50.000€. Ein E-Check kostet 300€. Rechnen Sie nach.

    Und bitte: „E-Check“ mit Bindestrich. Es ist kein „E Check“. Es ist ein technischer Begriff. Und Begriffe werden korrekt geschrieben.

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    Jean Paul Kirschstein

    Dezember 7, 2025 AT 05:20

    Die Sicherheit einer Elektroanlage ist kein Zustand. Sie ist ein Prozess.

    Der E-Check ist nicht der Anfang. Er ist die Kontinuität.

    Was heute als „alt“ gilt, war gestern modern. Was heute als „gefährlich“ gilt, war gestern legal.

    Wir leben in einer Gesellschaft, die Technik vergisst – aber nicht ihre Folgen.

    Ein E-Check ist kein Luxus. Er ist Erinnerung.

    Und Erinnerung ist die letzte Form von Vorsorge.

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    Alexander Wondra

    Dezember 7, 2025 AT 18:54

    Ich hab den E-Check gemacht, weil mein Nachbar letztes Jahr sein Haus verloren hat. Nicht wegen einer Waschmaschine. Sondern weil ein Kabel unter dem Dachboden durch die Dämmung geführt war – und mit der Feuchtigkeit korrodiert ist. Keiner hat’s gesehen. Keiner hat’s geprüft.

    Der Elektriker hat dann drei Mängel gefunden – und zwei davon waren so schlimm, dass er gesagt hat: „Wenn das noch ein Jahr so geblieben wäre, wäre es passiert.“

    Ich hab’s gemacht. Es hat 270€ gekostet. Und ich hab’s nicht bereut. Ich hab’s bereut, dass ich nicht früher gemacht hab.

    Und ja – ich hab das Protokoll ausgedruckt und in die Akte mit den Versicherungsunterlagen gelegt. Weil ich nicht will, dass irgendwann jemand sagt: „Hätten Sie doch mal…“

    Das ist kein Angstmachen. Das ist Verantwortung.

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    Philipp Lanninger

    Dezember 8, 2025 AT 06:19

    Was für ein Land! Wir müssen jetzt jeden Stein umdrehen, bevor wir aufs Klo gehen. E-Check? Warum nicht gleich noch einen „Frischluft-Check“ für unsere Lunge? Und einen „Wasserkocher-Check“? Und einen „Toilettenpapier-Check“, damit kein Papier zu dick ist?

    Deutschland hat Angst vor sich selbst. Und die Elektriker machen sich das zu Nutze. Ich hab 1985 gebaut. Kein FI-Schalter. Kein Problem. Und wenn jetzt was passiert? Na, dann ist es halt so. Ich trag die Konsequenzen. Nicht ihr.

    Und wenn die Versicherung nicht zahlt? Dann kauft euch ein neues Haus. In Österreich. Da ist das Leben noch einfacher. 😎

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    Eoin Browne

    Dezember 8, 2025 AT 21:55

    So ein Quatsch. Ich hab ein Haus aus den 60ern. Die Elektrik? Aus dem Krieg. Und ich hab nie was gehabt. Kein Funke. Kein Rauch. Kein Feuer. Aber jetzt soll ich 300 Euro für nen Typ ausgeben, der mit ner Kiste voller Geräte rumhüpft und mir sagt, dass ich „nicht sicher“ bin?

    Wahrscheinlich ist das nur ne Geldmacherei. Die Regierung will mehr Steuern. Die Elektriker wollen mehr Arbeit. Und wir? Wir sollen mehr Angst haben.

    Ich vertraue auf Gott. Und auf mein Bauchgefühl. Und auf den Tatsache, dass ich seit 40 Jahren keinen Brand hatte. Und ich werd auch keinen kriegen.

    Und wenn doch? Na dann. 😎

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    Clare Archibald

    Dezember 10, 2025 AT 10:53

    Oh wow. Ein E-Check. Wie eine Zahnreinigung für Strom. Und wir alle sollen jetzt Angst haben, weil irgendwer in den 70ern ein Kabel verlegt hat?

    Ich hab eine Wohnung aus 1982. Der Elektriker hat mir gesagt: „Ihr Kabel ist so alt, dass es wahrscheinlich noch mit Wachs isoliert ist.“ Ich hab gelacht. Dann hab ich ihn gefragt: „Und wann hat das letzte Mal jemand einen Schlag bekommen?“

    Keine Antwort. Weil es nie passiert ist.

    Warum muss alles immer ein Risiko sein? Warum nicht einfach leben? Mit Risiko? Mit alten Kabeln? Mit einem Hauch von Chaos?

    Ich bin kein Fan von Angst. Ich bin ein Fan von Leben. Und Leben hat keine Sicherheitszertifikate.

    Und wenn’s brennt? Na dann. 😇

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    Manja Gottschalk

    Dezember 11, 2025 AT 08:44

    Ich hab den E-Check gemacht und jetzt bin ich so glücklich 🥹💖

    Der Elektriker war so nett und hat mir sogar einen kleinen Keks mitgebracht 🍪 und mir erklärt, warum mein Kabel in der Küche so heiß wird 😅

    Jetzt hab ich ein tolles Papier mit Stempel und alles 📄✨ und ich schau jedes Mal drauf und denk: „Ich bin sicher!“ 🏡❤️

    Und ich hab meinem Nachbarn auch gesagt, er soll es machen. Er hat gesagt: „Ach nee, das ist doch Blödsinn.“ Ich hab nur gelächelt und gesagt: „Du wirst es bereuen, wenn du es nicht machst.“ 😇

    Und jetzt schlafe ich wie ein Baby 🛌💤

    P.S. Hat jemand auch einen E-Check für die Waschmaschine? Ich hab das Gefühl, die hat auch Angst 😅

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    jill riveria

    Dezember 11, 2025 AT 17:30

    Ich hab den E-Check erst gemacht, nachdem ich einen Freund verloren hab – er war 32. Ein Kurzschluss in der Steckdose. Kein Feuer. Kein Rauch. Nur ein Schlag. Und dann war es vorbei.

    Ich hab gedacht: „Das passiert anderen.“

    Ich hab mich geirrt.

    Jetzt hab ich das Protokoll. Und ich mach es alle 5 Jahre. Nicht weil ich Angst hab. Sondern weil ich nicht will, dass jemand anders das erlebt.

    Es ist kein Luxus. Es ist Respekt.

    Respekt für die, die hier leben.

    Respekt für die, die kommen.

    Respekt für die, die vielleicht nicht mehr da sein werden.

    Und das ist mehr als nur Sicherheit.

    Das ist Menschlichkeit.

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    Torsten Muntz

    Dezember 13, 2025 AT 15:29

    Ich find das alles total übertrieben. Ich hab ne alte Anlage. Und ich hab ne Sicherung. Und ich hab nie was gehabt. Warum also so viel Aufwand? Wer sagt, dass alles, was alt ist, auch gefährlich ist?

    Mein Opa hat 1950 gebaut. Und bis heute hat er nie einen E-Check gemacht. Und er ist 92. Und er wohnt noch da. Und er hat nie einen Schlag bekommen.

    Vielleicht ist das nicht das Problem. Vielleicht ist das Problem, dass wir alles zu sehr kontrollieren wollen.

    Und dann gibt’s noch diese ganzen Zahlen: 78,5% Mängel? Wer hat das gemessen? Und wer hat die Daten manipuliert?

    Ich vertraue nicht auf Statistiken. Ich vertraue auf Erfahrung.

    Und meine Erfahrung sagt: Wenn es nicht kaputt ist, lass es liegen.

    Und wenn es kaputt ist? Dann kommt der Elektriker. Und das wars.

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    Niklas Baus

    Dezember 14, 2025 AT 06:06

    Ich hab den E-Check letztes Jahr gemacht und hab total vergessen, dass ich ihn gemacht hab 😅

    Der Typ war super nett und hat mir alles erklärt. Und dann hat er gesagt: „Da ist ein Problem mit der Erdung.“ Ich hab gesagt: „Was ist das?“ Und er hat mir das mit ner Lampe und ner Batterie gezeigt. Ich war wie: „Ach so!“ 😄

    Jetzt hab ich das Protokoll irgendwo in meiner Schublade. Ich glaub, ich hab es sogar unterschrieben. Aber ich weiß nicht mehr, wo es ist.

    Und ich hab auch keine Ahnung, wie oft ich das machen muss. Alle 5 Jahre? Alle 10? Oder nur wenn ich’s vergesse?

    Und warum muss das so teuer sein? Ich hab ne 2-Zimmer-Wohnung. Warum 300€? Ich hab doch kein Schloss, das ich abschließen muss!

    Und ich hab das Gefühl, ich hab was vergessen. Was war das noch? Ach ja – der FI-Schalter. Der war kaputt. Aber der Typ hat ihn ausgetauscht. Und jetzt ist alles gut. Oder? 😅

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    Melanie Berger

    Dezember 14, 2025 AT 16:45

    Ich hab den E-Check gemacht – und ich war total skeptisch. Ich dachte: „Das ist nur ne Geldmaschine.“

    Dann hat der Elektriker eine Leitung gefunden, die durch die Feuchtigkeit im Keller lief. Und die Isolierung war so dünn, dass man fast die Kupferlitzen sehen konnte. Er hat gesagt: „Das ist ein Brandrisiko. Und es ist nicht sichtbar.“

    Ich hab ihn nicht gefragt, ob er das schon mal gesehen hat. Ich hab ihn nur gefragt: „Können wir das heute reparieren?“

    Er hat’s gemacht. 4 Stunden später war alles sicher. Und ich hab nicht nur ein Protokoll. Ich hab Ruhe.

    Und ja – es war teuer. Aber es war der beste 280€, die ich je ausgegeben hab.

    Und wenn ihr denkt, das ist übertrieben – dann fragt euch: Was wäre, wenn es passiert wäre?

    Und dann sagt mir, ob ihr noch immer denkt, es sei zu teuer.

    Ich hab keine Angst mehr. Und das ist der größte Gewinn.

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    Dirk Lukeit

    Dezember 14, 2025 AT 20:03

    ich hab den e-check machen lassen und es war total übertrieben 😅

    der typ hat mir gesagt, dass mein kabel in der küche „nicht normkonform“ ist. ich hab gefragt: „was ist das?“ und er hat mir nen buch gezeigt. ich hab gesagt: „achso.“

    er hat 300€ genommen. ich hab kein geld mehr. aber ich hab jetzt ein papier mit stempel. und das ist gut. 😊

    ich hab meinen nachbarn gesagt, er soll es auch machen. er hat gesagt: „nein, ich hab keine angst.“ ich hab gesagt: „dann wirst du sterben.“ er hat gelacht. ich hab auch gelacht.

    und jetzt schlafe ich. mit dem papier unter dem kissen. 🛌💤

    p.s. ich hab den bindestrich vergessen. es ist e-check. nicht e check. ich weiß. ich bin ein schlechter mensch. 😅

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    Marc-Etienne Burdet

    Dezember 15, 2025 AT 13:23

    Oh, der E-Check – das ist doch die perfekte Metapher für unsere Gesellschaft: Wir messen alles, bis nichts mehr übrig bleibt. Wir dokumentieren alles, bis die Angst zur Norm wird. Wir zertifizieren alles, bis die Menschlichkeit in den Akten verschwindet.

    Ein Kabel aus den 70ern? Ja, es ist veraltet. Aber ist es auch „gefährlich“? Oder ist es nur „nicht normkonform“?

    Es gibt einen Unterschied zwischen Sicherheit und Kontrolle. Der E-Check ist kein Instrument der Sicherheit – er ist ein Instrument der Macht. Wer die Normen definiert, definiert auch, wer sicher ist. Und wer nicht.

    Ich hab meinen E-Check gemacht. Ich hab das Protokoll. Ich hab den Stempel. Ich hab die Zahlen. Und ich weiß: Ich habe keine Kontrolle. Ich habe nur einen Schein.

    Und das ist das Tragische daran.

    Wir geben uns Sicherheit – und verlieren das Vertrauen.

    Und das ist der wahre Preis.

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    NURUS MUFIDAH

    Dezember 16, 2025 AT 00:29

    Ich hab den E-Check gemacht – und der Typ hat mir gesagt, dass mein Kabel unter der Badewanne durch eine feuchte Wand führt. Ich hab gedacht: „Das ist doch normal.“

    Er hat gesagt: „Nein. Das ist ein Brandrisiko.“

    Ich hab ihn gefragt: „Können wir das heute reparieren?“

    Er hat’s gemacht. 2 Stunden später war alles sicher.

    Und jetzt hab ich ein Protokoll. Mit Messwerten. Mit Datum. Mit Unterschrift.

    Und ich weiß: Ich hab nicht nur Geld ausgegeben. Ich hab Sicherheit gekauft.

    Und das ist mehr als nur ein Papier.

    Das ist Frieden.

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