DIN 14676: Was Sie über Türnormen für Ihr Zuhause wissen müssen

Wenn Sie eine neue Innentür kaufen oder einbauen, spielt DIN 14676, die deutsche Norm für Innentüren, die Maße, Aufbau und Sicherheitsanforderungen regelt. Also known as Türrichtlinie, sie sorgt dafür, dass Ihre Tür nicht nur gut aussieht, sondern auch richtig funktioniert – ob als Fluchtweg, Schallschutz oder stabile Trennung zwischen Räumen. Diese Norm ist kein empfehlender Vorschlag, sondern eine verbindliche Grundlage für Hersteller, Handwerker und Hausbesitzer. Wer sie ignoriert, riskiert teure Nacharbeiten, Probleme mit dem Bauamt oder sogar Versicherungsfragen bei Schäden.

DIN 14676 definiert klar, welche Türmaße, Standardbreiten und -höhen für Wohnräume gelten – zum Beispiel die gängige 80 cm breite Tür für Zimmer oder die 90 cm breite für Badezimmer und Flure. Sie sagt auch, wie dick die Türblätter sein müssen, wie viele Scharniere nötig sind und welche Abstände zwischen Tür und Rahmen erlaubt sind. Und es geht nicht nur um Größen: Die Norm legt fest, wie sich eine Tür öffnen und schließen muss – ohne zu scheuern, zu klemmen oder zu schwanken. Das ist besonders wichtig, wenn Sie Fluchtwegvorschriften einhalten müssen, etwa in Mehrfamilienhäusern.

Wenn Sie Ihre Türen sanieren oder austauschen, sollten Sie immer prüfen, ob die neuen Türen DIN 14676 entsprechen. Das gilt für Holztüren ebenso wie für modernere Varianten mit Schallschutz oder Brandschutz. Einige Hersteller werben mit "maßgeschneidert", aber wenn die Tür nicht den Normmaßen folgt, passt sie vielleicht nicht in den Rahmen – oder sie erfüllt keine Sicherheitsanforderungen. Auch bei der Montage zählt die Norm: Die richtige Dichtung, der passende Schwellenanschluss, die korrekte Einbauhöhe – alles ist in DIN 14676 genau beschrieben. Wer das nicht beachtet, hat später Ärger mit Rütteln, Zugluft oder Schimmel an den Rahmenrändern.

Was viele nicht wissen: DIN 14676 ist eng verknüpft mit anderen Normen – etwa der DIN EN 1610, die Dichtheitsprüfungen für Abwasserleitungen regelt, oder der VDE-AR-N 4100, die Zählerplätze und Elektroinstallationen festlegt. Sie alle gehören zu einem System, das sicherstellt, dass Ihr Haus nicht nur schön, sondern auch sicher und funktionell ist. Eine Tür, die nicht nach DIN 14676 gebaut ist, ist wie ein Steckdosenplatz ohne FI-Schutz: Sie scheint zu funktionieren – bis etwas schiefgeht.

In den Artikeln unten finden Sie konkrete Beispiele, wie diese Norm in der Praxis wirkt – ob bei der Sanierung eines Altbauzimmers, dem Einbau einer neuen Küchentür oder der Umstellung auf barrierefreie Türen. Wir zeigen, wie Sie die richtigen Maße erkennen, was Hersteller oft verschweigen und wie Sie sicherstellen, dass Ihre Tür nicht nur schön, sondern auch richtig ist.