Mietwohnung behutsam modernisieren: So stimmen Sie sich mit Ihrem Vermieter ab

Mietwohnung behutsam modernisieren: So stimmen Sie sich mit Ihrem Vermieter ab

Anneliese Kranz 17 Dez 2025

Wenn du in einer Mietwohnung lebst und dein Vermieter eine Modernisierung plant, fühlst du dich oft überrumpelt. Die Wand wird abgebrochen, die Fenster raus, die Heizung wird ausgetauscht - und plötzlich steht eine Mieterhöhung auf der Rechnung. Aber du hast Rechte. Und dein Vermieter hat Pflichten. Es geht nicht darum, sich zu wehren, sondern gemeinsam eine sinnvolle Modernisierung zu gestalten - ohne dass du am Ende mehr zahlen musst, als du bekommst.

Was ist überhaupt eine Modernisierung?

Nicht jede Reparatur ist eine Modernisierung. Wenn dein Vermieter eine kaputte Heizung einfach durch eine neue ersetzt, die genauso funktioniert wie die alte, dann ist das Instandhaltung. Das muss er machen, und du zahlst nichts extra. Aber wenn er eine alte Heizung durch eine moderne Wärmepumpe ersetzt, die 40 Prozent weniger Energie verbraucht - das ist Modernisierung. Dasselbe gilt für neue Fenster mit Dreifachverglasung, eine Fassadendämmung oder den Einbau eines Aufzugs. Alles, was deine Wohnung besser macht als vorher, zählt als Modernisierung.

Das Gesetz sagt klar: Modernisierungen müssen nachhaltig wirken. Das heißt, sie müssen Energie sparen, den Wasserverbrauch senken oder den Gebrauchswert der Wohnung dauerhaft erhöhen. Ein neuer Bodenbelag aus Holz? Nur, wenn er Teil einer größeren Sanierung ist. Ein neuer Kühlschrank? Keine Modernisierung. Das ist reine Ausstattung.

Deine Rechte - und was dein Vermieter tun muss

Dein Vermieter kann nicht einfach loslegen. Er muss dich rechtzeitig und vollständig informieren. Das bedeutet: Spätestens drei Monate vor Baubeginn muss er dir eine schriftliche Ankündigung zukommen lassen. Diese muss enthalten:

  • Art und Umfang der Maßnahme (z. B. „Austausch aller Fenster auf Dreifachverglasung“)
  • Wann die Arbeiten beginnen und wie lange sie dauern
  • Wie viel die Modernisierung kostet
  • Wie hoch die Mieterhöhung ausfällt - und wie sie berechnet wurde

Und er muss dir auch sagen: „Du kannst Einspruch einlegen, wenn dir das zu viel ist.“ Das ist kein Nebensatz - das ist ein gesetzliches Recht. Viele Vermieter unterschätzen das. Sie schreiben nur: „Wir modernisieren, die Miete steigt um 2 Euro.“ Keine Kostenaufstellung, keine Begründung. Dann ist die Erhöhung rechtlich nicht haltbar.

Ein Beispiel aus Graz: Ein Mieter bekam eine Ankündigung über Fensteraustausch mit einer Mieterhöhung von 2,80 Euro pro Quadratmeter. Er fragte nach den Belegen - der Vermieter konnte nur eine grobe Kostensumme nennen, keine Rechnungen, keine Aufstellung pro Wohnung. Nach Einschaltung des Mietervereins wurde die Erhöhung auf 1,90 Euro reduziert. Die Differenz von fast einem Euro pro Quadratmeter kam von fehlender Dokumentation.

Wie viel darf die Miete steigen?

Hier kommt die große Regel: 8 Prozent der Modernisierungskosten pro Jahr dürfen auf die Jahreskaltmiete umgelegt werden. Das ist die Grundgrenze. Aber es gibt eine noch wichtigere: 3 Euro pro Quadratmeter innerhalb von sechs Jahren. Das ist die Kappungsgrenze. Sie gilt für alle Modernisierungen zusammen, die du in sechs Jahren erlebst.

Stell dir vor, deine Wohnung ist 70 Quadratmeter groß. In drei Jahren wird die Fassade gedämmt - die Miete steigt um 1,50 Euro/qm. Dann kommt der Fensteraustausch - 1,20 Euro/qm. Insgesamt sind das 2,70 Euro/qm. Du bist noch unter der 3-Euro-Grenze. Aber wenn jetzt noch eine neue Heizung kommt, die 1 Euro/qm kostet, dann überschreitest du die Grenze. Der Vermieter darf nur noch 0,30 Euro/qm mehr verlangen - nicht den vollen Betrag.

Bei energetischen Modernisierungen gibt es eine Sonderregel: Wenn dein Vermieter Fördergelder vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bekommt - zum Beispiel für eine Wärmepumpe -, dann darf er 10 Prozent der Nettokosten (also abzüglich der Förderung) auf die Miete umlegen. Aber: Er muss nachweisen, dass die Heizung eine Jahresarbeitszahl von mindestens 2,5 hat. Sonst darf er nur die Hälfte der Kosten umlegen. Das ist neu seit Januar 2024 und schützt dich vor teuren, ineffizienten Heizungen.

Wohnhaus mit neuen Fenstern und Dämmung, Mieter beobachtet von innen.

Was du tun kannst: Der Härteeinwand

Du hast ein Jahr Zeit, um gegen die Mieterhöhung zu protestieren - aber nur einen Monat, um einen Härteeinwand einzulegen. Das ist dein wichtigstes Werkzeug. Ein Härteeinwand ist kein Widerspruch gegen die Modernisierung - das darfst du nicht. Du kannst nur sagen: „Die Erhöhung trifft mich unverhältnismäßig hart.“

Wann ist das der Fall? Wenn du Hartz IV bekommst, wenn du Rente lebst und deine Wohnung schon jetzt fast dein ganzes Einkommen frisst, wenn du krank bist und dich nicht umziehen kannst, oder wenn du ein Kind hast und die Miete dann auf 1.200 Euro steigt, obwohl du nur 1.100 Euro verdienst. Du musst das nicht beweisen - aber du musst es erklären. Schreibe eine kurze Mail oder einen Brief: „Ich kann die Miete nicht bezahlen, weil ich nur 1.050 Euro Rente beziehe. Die Erhöhung um 1,80 Euro/qm macht 126 Euro aus. Das ist ein Viertel meines monatlichen Einkommens.“

Ein Gericht in Berlin hat 2021 entschieden: Der Vermieter muss dich darauf hinweisen, dass du einen Härteeinwand einlegen kannst. Wenn er das nicht tut, ist der Härteeinwand auch nach Ablauf des Monats noch gültig. Das ist ein wichtiger Schutz.

Warum Kommunikation alles verändert

Die meisten Konflikte entstehen nicht wegen der Miete - sondern wegen der Überraschung. Ein Mieter aus Linz berichtete: „Ich wusste gar nicht, dass die Heizung ausgetauscht wird. Als ich am Morgen aufstand, war der Boden voller Staub, die Heizung war abgeschaltet - und erst nach drei Tagen kam die schriftliche Ankündigung.“

Studien zeigen: Wenn Vermieter früh mit Mietern sprechen, sinken Konflikte um 37 Prozent. Ein guter Vermieter lädt dich zu einem Gespräch ein. Er sagt: „Wir planen eine Dämmung. Das wird unangenehm sein, aber deine Heizkosten sinken um 30 Prozent. Hier ist die Rechnung, hier ist die Förderung - was hältst du davon?“

Du kannst auch vorschlagen: „Können wir die Arbeiten im Sommer machen, damit wir nicht im Winter ohne Heizung sitzen?“ Oder: „Könnte der Fensteraustausch in zwei Phasen erfolgen, damit wir nicht alle Fenster auf einmal verlieren?“

Ein Vermieter, der offen ist, bekommt auch mehr Unterstützung. Mieter, die sich einbezogen fühlen, dulden Unannehmlichkeiten viel geduldiger. Und das ist für beide Seiten besser.

Transparente Mietsteigerungsrechnung schwebt über einem Wohnzimmer mit Härteeinwand-Brief.

Was du als Mieter tun solltest

  • Prüfe jede Ankündigung auf Vollständigkeit - fehlt etwas? Dann schreibe zurück.
  • Rechne die Mieterhöhung nach: 8 % der Kosten geteilt durch die Kaltmiete. Ist das höher als 3 Euro/qm in 6 Jahren? Dann ist die Erhöhung zu hoch.
  • Frage nach Belegen: Rechnungen, Förderbescheide, Energieausweise. Ohne Belege ist die Erhöhung ungültig.
  • Wenn du unsicher bist: Rufe den Mieterverein an. In Österreich ist das der Verband der Mieter Österreichs, in Deutschland der Deutsche Mieterbund. Sie helfen kostenlos.
  • Wenn du einen Härteeinwand einreichen willst - tu es innerhalb eines Monats. Schreib es auf, unterschreib es, schicke es per Einschreiben.

Was dein Vermieter tun sollte - und warum er es tun sollte

Ein guter Vermieter weiß: Modernisierung ist keine Belastung, sondern eine Investition. In einem Haus mit guter Dämmung und neuen Fenstern bleiben Mieter länger. Die Wohnung wird seltener leer. Die Reparaturkosten sinken. Und die Miete bleibt stabiler.

Er sollte:

  • Fördermittel prüfen - das BAFA, die KfW, die Länderprogramme - oft gibt es Zuschüsse von bis zu 50 Prozent.
  • Die Kosten genau dokumentieren - jede Rechnung, jede Bestellung, jede Lieferung.
  • Den Mieter früh einbinden - nicht erst drei Monate vorher, sondern sechs Monate vorher.
  • Die Vorteile erklären: „Das spart dir 200 Euro im Jahr an Heizkosten.“
  • Nicht die volle 8 Prozent nehmen - 5 oder 6 Prozent sind oft genug, und du behältst deinen Mieter.

Ein Vermieter aus Salzburg hat 2023 in zehn Wohnungen die Fenster ausgetauscht. Er nahm nur 1,20 Euro/qm an Erhöhung - und hat seitdem keinen einzigen Mieter verloren. Seine Heizkosten sind um 35 Prozent gesunken. Die Wohnung ist jetzt leichter zu vermieten. Er hat gewonnen - und seine Mieter auch.

Die Zukunft: Was kommt noch?

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verlangt bis 2045, dass fast alle Gebäude klimaneutral sind. Das bedeutet: Mehr Modernisierungen. Mehr Fenster. Mehr Dämmung. Mehr Wärmepumpen. Aber auch: Mehr Rechte für Mieter. Die Regierung plant, die Kappungsgrenze von 3 Euro/qm auf 4 Euro/qm anzuheben - aber nur, wenn die Modernisierung wirklich Energie spart.

Die Kosten für Modernisierungen sind seit 2021 um 18,7 Prozent gestiegen. Holz, Fenster, Dämmmaterial - alles teurer. Aber das heißt nicht, dass du alles zahlen musst. Du musst nur das zahlen, was gesetzlich erlaubt ist. Und du hast das Recht, darauf zu achten, dass es fair ist.

Modernisierung ist kein Kampf zwischen Mieter und Vermieter. Es ist ein gemeinsames Projekt. Wer es richtig macht, gewinnt - und zwar beide Seiten.

15 Kommentare

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    Johanna Martinson

    Dezember 19, 2025 AT 04:51

    Endlich mal ein Artikel, der nicht nur Angst macht, sondern Lösungen zeigt. Ich hab vor zwei Jahren meine Fenster selbst organisiert, weil der Vermieter nur rumgezickt hat. Jetzt zahle ich 40 Euro weniger im Monat für Heizung – und die Wohnung fühlt sich an wie ein warmes Kissen. Wer das nicht nutzt, lässt Geld auf der Straße.

    Kein Kampf, kein Stress. Nur klare Infos und gemeinsam durchziehen.

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    Jens Beyer

    Dezember 21, 2025 AT 00:14

    Oh wow, endlich ein Vermieter, der nicht wie ein rassistischer Immobilienhai agiert. 🙄

    Wirklich? Du glaubst ernsthaft, dass die meisten Vermieter *freiwillig* mit Mieter*innen sprechen? Das ist wie glauben, dass Hunde sich freiwillig die Zähne putzen. Die meisten schicken die Briefe erst, wenn die Bohrmaschine anläuft – und dann heißt es: „Tut mir leid, ist gesetzlich so.“

    Und die 3-Euro-Grenze? Ach ja, die gilt, solange du nicht in Berlin wohnst. Da zählt nur: Wer zahlt, hat Recht.

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    Ingrid Armstrong

    Dezember 22, 2025 AT 09:09

    Als langjährige Mieterin mit chronischer Erkrankung: Der Härteeinwand ist mein Lebensretter. Ich hab ihn 2022 eingelegt, nachdem mein Vermieter die Heizung austauschte und 2,10 €/qm draufschlug – ich wohne in einer 52qm-Wohnung, das waren 109,20 € mehr. Meine Rente: 1.020 €.

    Der Vermieter hat nicht mal geantwortet. Also hab ich den Mieterverein eingeschaltet. Zwei Wochen später: Erhöhung auf 0,80 €/qm. Er hat die Fördermittel nicht dokumentiert. Und jetzt? Ich hab eine neue Heizung – und keine Angst mehr vor der nächsten Rechnung.

    Wichtig: Schreibt es auf. Unterschreibt es. Schickt es per Einschreiben. Keine E-Mail. Kein WhatsApp. Einschreiben. Sonst zählt es nicht.

    Und ja – die 8%-Regel ist kein Vorschlag. Das ist §555b BGB. Wer das nicht kennt, sollte sich nicht beschweren, wenn er übervorteilt wird.

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    Mile Barbiš

    Dezember 23, 2025 AT 19:40

    DEUTSCHLAND IST VERLOREN. WIR ZAHDEN FÜR DIE FÖRDERGELDER VON POLNEN UND TÜRKEN. MEIN VORMIETER HAT 2021 EINE WÄRMEEPUMPE EINGEBAUT UND 3,50 EURO PRO QM GEFORDERT. ICH HABE KEINEN EINWAND EINGELEGT WEIL ICH DAS ALLES NICHT VERSTANDEN HABE. NUN ZAHL ICH 1400 EURO MIETE FÜR EINE 70QM WOHNUNG. DIE REGIERUNG IST EIN SCHEISS.

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    Maren E.

    Dezember 25, 2025 AT 02:23

    Ich habe geweint. Echt. Ich hab den Brief gelesen, hab meine Miete gerechnet – und dann hab ich mich auf den Boden gesetzt. Ich bin 72. Meine Rente: 980 Euro. Die Wohnung: 850 Euro. Und jetzt sollen 120 Euro mehr kommen? Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht ziehen. Ich bin krank. Und der Vermieter? Der schreibt: „Das ist gesetzlich geregelt.“

    Ich hab den Härteeinwand eingeschickt. Mit Handschrift. Mit Unterschrift. Mit einem Foto von meinem Kühlschrank – leer. Mit einem Brief von meinem Arzt.

    Er hat nie geantwortet.

    Ich warte. Jeden Tag. Auf ein „Nein“.

    Ich hab Angst. Nicht vor dem Winter. Sondern vor der Rechnung.

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    Beate Goerz

    Dezember 26, 2025 AT 04:53

    Mein Vermieter ist ein Engel. Kein Scherz. Er hat uns alle zu einem Kaffee eingeladen – mit Kuchen, sogar veganer. Hat die Pläne auf dem Tisch ausgebreitet, mit Farben, mit Grafiken. „Was würdet ihr gerne haben?“

    Wir haben gesagt: „Kann man die Arbeiten im Sommer machen?“ – Er hat’s gemacht.

    Wir haben gesagt: „Kann man die Fenster nicht in zwei Schritten machen?“ – Er hat’s gemacht.

    Und die Miete? Nur 1,10 €/qm. Weil er die Förderung abgezogen hat. Und jetzt? Die Heizkosten sind halbiert. Die Wohnung fühlt sich an wie ein Spa. Und ich hab ihn noch nie so gut gesehen.

    Das ist kein Zufall. Das ist Absicht. Und es lohnt sich. Für beide Seiten.

    Wenn du ein Vermieter bist – mach das. Einfach. Menschlich. Mit Kuchen.

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    Torsten Hanke

    Dezember 27, 2025 AT 08:48

    HAHAHA. Klar. 8% der Kosten. Und wer glaubt noch an die 3€/qm-Grenze? Die Regierung hat das schon 2018 abgeschafft – nur nicht offiziell. Die Mietervereine sagen das nicht, weil sie Fördergelder kriegen. Die KfW? Die zahlt nur, wenn du eine Wärmepumpe nimmst – die 3x so teuer ist wie eine Gasheizung. Und wer bezahlt das? DU.

    Und die „Förderung“? Die kommt von deiner Steuer. Du zahlst doppelt. Einmal als Mieter, einmal als Steuerzahler.

    Und jetzt willst du noch „gemeinsam“ modernisieren? Lass dir sagen: Der Vermieter kriegt die Förderung, du kriegst den Lärm und die Rechnung.

    Die Wahrheit? Das ist Sozialismus mit Bauschutt.

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    Oliver Escalante

    Dezember 28, 2025 AT 13:17

    Ich hab den Härteeinwand eingereicht. Und dann hat mein Vermieter mir ein kleines Geschenk geschickt: eine Tasse mit „Danke fürs Mitdenken“ 😊

    Ich hab geweint. Nicht wegen der Miete. Sondern weil jemand endlich mal gesehen hat, dass ich kein Zahlenwert bin.

    Er hat die Erhöhung auf 0,50 €/qm reduziert. Und die Arbeiten sind jetzt im Frühling. Und er hat sogar einen Energieberater mitgebracht, der mir erklärt hat, wie ich sparen kann.

    Ich hab nie gedacht, dass ein Vermieter so sein kann.

    Ich schick ihm jedes Jahr Weihnachtskarten. 🎄❤️

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    Philipp Schöbel

    Dezember 29, 2025 AT 17:41

    Das ist doch eine perfekte Täuschungstaktik der Linken und der Klima-Lobby! Die 3-Euro-Grenze? Eine Farce! Die BAFA-Förderung? Ein Ablenkungsmanöver! Die Vermieter werden dazu gezwungen, Milliarden in Wärmepumpen zu investieren – und dann wird der Mieter mit 8% belastet, als ob das fair wäre!

    Und wer zahlt das? Der deutsche Arbeiter! Der, der schon 40 Jahre Steuern gezahlt hat! Und jetzt soll er noch mit einem Fensteraustausch in der Wohnung sitzen, während die Politiker in ihren klimaneutralen Villen sitzen und sich „nachhaltig“ fühlen!

    Die Mietpreisbremse? Ein Witz. Die Kappungsgrenze? Ein Scherz. Die Wahrheit: Deutschland wird enteignet – und du bist der letzte, der es merkt.

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    Kaia Scheirman

    Dezember 31, 2025 AT 06:21

    Ich wohne in Oslo, aber ich hab das hier gelesen und dachte: Das könnte auch bei uns passieren. Hier haben wir ähnliche Regeln, aber viel mehr Transparenz. Vermieter müssen vorab einen „Mieterinformationsabend“ machen – mit Übersetzung, wenn nötig. Und die Kosten werden öffentlich auf einer Website veröffentlicht.

    Ich find’s beeindruckend, dass hier so klar die Rechte beschrieben sind. Vielleicht brauchen wir in Norwegen auch mehr „Härteeinwände“ – nicht nur für Mieten, sondern auch für Arbeitszeiten und Kinderbetreuung.

    Vielen Dank für diesen Text. Ich hab ihn an meine Freundin in Berlin weitergeleitet.

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    Vera Ferrao

    Dezember 31, 2025 AT 15:13

    Ich hab das alles gelesen… und dann… habe ich… aufgehört… zu lesen… weil… ich… einfach… keine… Lust… mehr… hatte… das… alles… zu… verstehen… ich… bin… müde… ich… hab… keine… Zeit… für… Rechtstexte… ich… hab… nur… eine… Wohnung… und… einen… Job… und… einen… Hund… und… ich… will… nur… schlafen…

    …und… jetzt… ist… die… Heizung… kaputt…

    …und… der… Vermieter… hat… noch… nie… geantwortet…

    …und… ich… hab… Angst…

    …und… ich… weiß… nicht… was… ich… tun… soll…

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    Hans De Vylder

    Januar 1, 2026 AT 19:26

    Wieso redet hier keiner über die Wahrheit? Die Mietpreise sind seit 2010 um 87% gestiegen. Die Löhne? Um 12%. Die Inflation? 30%. Und jetzt sollen wir noch für „nachhaltige“ Fenster zahlen? Das ist keine Modernisierung. Das ist ein System, das Mieter zu Banken macht. Der Vermieter kriegt die Förderung, die Bank kriegt die Zinsen, und du? Du kriegst die Rechnung. Und wenn du nicht zahlen kannst? Dann wird deine Wohnung verkauft. Und du? Du wirst zur Statistik. Ein Name in einer Statistik. Kein Mensch mehr.

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    Stijn Peeters

    Januar 2, 2026 AT 23:10

    Ein guter Vermieter sieht Mieter nicht als Kostenfaktor, sondern als langfristige Partner. Ich vermiete seit 25 Jahren und habe nie eine Mieterhöhung über 6% ausgesprochen. Meine Wohnungen bleiben 15–20 Jahre besetzt. Die Reparaturkosten sind niedrig. Die Mieter pflegen die Wohnung. Das ist kein Zufall.

    Transparenz, Respekt, Zeit – das ist die echte Modernisierung.

    Und ja: Die 3-Euro-Grenze ist kein Luxus. Sie ist ein Grundrecht.

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    Hakan Can

    Januar 3, 2026 AT 04:20

    Ich hab als Handwerker 12 Jahre in Berlin gearbeitet. Hab Fenster, Heizungen, Dämmungen gemacht. Die meisten Vermieter wissen nicht, wie die Förderung läuft. Ich hab mal einem Typen geholfen – der dachte, die BAFA-Zahlung kommt direkt zu ihm. Nein. Die kommt an den Handwerker. Der Vermieter kriegt nur den Nachweis. Und wenn der nicht da ist? Dann darf er keine 8% verlangen.

    Und die Mieter? Die wissen oft nicht, dass sie die Rechnung verlangen können. Ich hab oft gesagt: „Frag nach. Schreib auf. Zeig’s dem Mieter.“

    Ein paar haben’s gemacht. Die haben gespart.

    Die anderen? Die haben gezahlt. Und geweint.

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    Johanna Martinson

    Januar 5, 2026 AT 00:49

    Ich hab den Härteeinwand von Maren E. gelesen. Ich hab geweint. Nicht weil ich traurig bin. Sondern weil ich weiß: Das könnte ich auch sein. Wenn ich nicht vor zwei Jahren den Mut gehabt hätte, den Mieterverein anzurufen.

    Vielen Dank, Maren. Du hast mir gezeigt, dass man nicht allein ist.

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